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Architektur – bin ich gut genug?

Ist der Studiengang das Richtige für mich?
Werde ich mit dem Druck der verschiedenen Abgabetermine klar kommen?
Bin ich kreativ genug? Uni oder doch lieber eine Fachhochschule?

Mit all diesen Gedanken musste ich anfangs sehr kämpfen. Im September habe ich mein Studium im Fachbereich Architektur an einer Fachhochschule begonnen. Es war schon ein sehr wichtiger Schritt in meinem Leben, denn durch das Immatrikulieren an der Hochschule habe ich mich sozusagen „verpflichtet“, nunmehr die nächsten drei Jahren hier zu verbringen bzw. sogar meinen Bachelor zu machen. Es ist verrückt, dass diese drei Jahren relativ schnell vergehen werden, denn eher man sich versieht, werde ich in zwei Monaten schon meine erste Prüfungen schreiben und meine erste Konstruktion, Portfolio etc. präsentieren. Ich habe eigentlich das Gefühl, erst gestern angefangen zu haben zu studieren, doch bin ich nunmehr schon 1 1/2 Monate dabei, habe meine erste Zwischenpräsentationen hinter mir und sehe bereits jetzt Häuser bzw. Gebäude mit ganz anderen Augen. – Wie wird es wohl in drei Jahren sein?

Am Anfang dachte ich immer, dass Architektur sich sehr viel mit Mathe beschäftigt und es sich alles nur um das Bauen von Gebäuden dreht. Natürlich gehört etwas Mathe dazu – Tragwerkslehre und Bauphysik. Aber es ist nur ein minimaler Teil vom Studium. Es geht vielmehr um Kreativität sowie Individualität von jedem Studenten. Wir entwerfen tagtäglich neue Modelle, lernen von großen Architekten interessante Gebäude kennen und lernen unsere Stärken in verschiedenen Dingen ganz neu kennen. Ich kann zudem jedem ans Herz legen an eine Fachhochschule zu gehen, der nicht nur eine Nummer im System sein möchte, sondern viel mehr Theorie und Praxis verbinden möchte. Montags und dienstags habe ich ganz normal nur Vorlesungen und sitze in einem riesigen Hörsaal mit über 150 weiteren Studenten. Mittwochs und donnerstags ist viel mehr die Praxis dran und wir dürfen zeichnen, skizzieren, konstruieren und verschiedene Modelle bauen. Die Professoren geben individuelle Tipps und wir wachsen als Gruppe zusammen.

Ja, der Studiengang ist sehr zeitintensiv und auch nicht günstig. Es müssen jede Woche neue Materiellen für Modelle und Projekte gekauft werden. Doch solange es Spaß macht und man für seine Modelle und Projekte brennt, ist es das Richtige!

Ich bin gespannt auf die kommende Zeit und werde Euch auf dem Laufenden halten.

 

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